Histoire de la Galette

La grande histoire de la galette, en Bretagne et dans le monde!

Es gibt zahlreiche Geschichten über die Entstehung der Galette und der Crêpe. Die folgende Geschichte erzählen sich die Bretonen in Morbihan:

Die 14 jährige Herzogin Anne de Bretagne wird Ende des 15. Jahrhunderts mit dem französischen König Karl VIII vermählt und zur französischen Königin gekrönt. Damit wird die ehemals unabhängige Bretagne zur französischen Provinz degradiert. Ab diesem Zeitpunkt gelten die französischen Steuergesetze: Diese sehen unter anderem eine Getreidesteuer vor.

Die Bretonen sind seit Jahrhunderten das Volk am Meer, das Volk der Seefahrer. Die Handelshäfen Vannes und L´Orient in Morbihan verfügen seit langer Zeit über Routen in den Fernen Osten. Aus China wird ein besonderes Korn mitgebracht: Blé Noir, der Buchweizen.

Buchweizen (Blé Noir) wird nicht dem klassischen Getreide, sondern den Knöterichgewächsen zugeordnet und unterliegt daher nicht der Getreidesteuer. Diesen Vorteil wollen die Bretonen nutzen. „Weizen ist Weizen“, denken sie sich und beginnen, den Buchweizen in der Bretagne zu kultivieren. Nach der ersten Ernte wird das Korn gemahlen und der Brotteig wird angesetzt. Zum großen Erstaunen und Entsetzen entsteht kein Teig, sondern nur ein grauer Brei. (Was die Bretonen damals nicht wussten: Buchweizen enthält kein Gluten, den Kleber, der zum Brotbacken benötigt wird). Zufällig kippt eine alte Bauersfrau den Brei auf eine heiße Feuerstelle und es entsteht ein flacher Fladen: Die Galette ist geboren. (Galette: Bretonisch für „heißer Stein“). Das neue, leckere und nahrhafte „Ersatzbrot“, die Galette, wird schnell zum täglichen Essen aller Bretonen.

Paris, hundert Jahre später. In Paris kann man gutes Geld verdienen, das wissen auch die Bretonen. Nach langer Reise werden die hungrigen Bretonen am westlichen Paris in Montparnasse von anderen Bretonen mit Galettes empfangen. Für diese merkwürdigen Fladen interessieren sich nun auf einmal auch die Pariser. Sie beginnen diese „nachzubacken“, aber mit dem teuren Weißmehl. Denn die Pariser haben das nötige Kleingeld dafür. So entsteht die heute wohl bekanntere Fortsetzung der Galette: Die Crêpe.

Die Regel besagt: Eine Galette besteht ausschließlich aus Buchweizen, Wasser und Meersalz und wird herzhaft gefüllt. Eine Crêpe besteht aus Weizenmehl, Eiern, Milch, Salz und Zucker und wird ausschließlich mit „süßen“ Zutaten gefüllt. Für die Galette und auch die Crêpe gilt, dass sie nicht dicker als 2 mm sein dürfen und spätestens nach drei Minuten knusprig sein müssen!

Les Nouvelles
Plateau de fruits de mer
Jeden Freitag im Blé Noir.
Nur auf Vorbestellung:


Meeresfrüchteplatte, mit europäischem Hummer, Kaisergranaten, Taschenkrebs, bretonischen Bouchotmuscheln, Crevetten und bretonischen Austern. Die Platte ist angerichtet für 2 Personen.

Wir bitten um Reservierung bis Dienstag Nachmittag